Städtchenstrasse
2011 | Sargans
Aufs Untertor, direkt am Eingang ins Städtchen, folgen zwei Häuser auf Kellern abgegangener Vorgängerbauten. Beide in biedermeierlicher Gestaltung und entgegen den Regeln des Wiederaufbaus nach dem Städtlibrand von 1811 frei stehend und mit dem First zur Strasse hin. Das untere, um 1843 erstellte Haus, ist zudem abgerückt von der Gasse. Ein späterer Flachdachvorbau mit Laden und die seitlichen Anbauten verunstalten Haus und Aussenraum. Unsere in einem Studienauftrag erfolgreiche Lösung zeigt statt der Erneuerung dieser Anbauten eine räumliche Verdichtung zur Gasse hin durch Erweiterung des Hauses um eine Achse und überzeugt Bauherrschaft, Stadt und Denkmalpflege des Kantons St. Gallen auf Anhieb. Strassenseitig um ein Vorhaus mit als Büro für die Bauherrschaft nutzbarem überhohem Eingangsraum erweitert und talseitig mit einem Stube und Nebenstube zusammenfassenden Essraum, wird das Erdgeschoss zum vollwertigen Tagesbereich, darüber die Schlafzimmer und ein grosszügiges Dachgeschoss. Die historischen Bauteile der Räume im alten Hausteil wie Öfen, Herde, Böden, Türen, teils unter jüngeren Schichten verborgen, werden restauriert und die Fenster erhalten wieder ihre ursprüngliche Gliederung. Gegen das Nachbarhaus liegt zwischen repräsentativem Vorgärtchen und südseitigem Bongert mit Pflanzplätz die gedeckte Terrasse auf einem wieder nutzbar gemachten alten Aussenkeller.

















